Berlin (dpa) - Die Lokführergewerkschaft GDL hat die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn für gescheitert erklärt. Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky sagte nach einer Tarifrunde in Berlin am Mittwochabend, die Bahn habe "eine Rolle rückwärts gemacht." Der Konzern bestehe darauf, dass ein Tarifabschluss mit der GDL identisch mit einem Ergebnis sein müsse, dass die Bahn mit der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) abschließen werde. Dies sei nicht akzeptabel.

Den Bahnfahrgästen droht nun ein weiterer Streik. Darüber will die GDL am 18. Februar entscheiden. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber sprach von einer Verweigerungshaltung der GDL. Kurz vor dem Scheitern habe es noch nach einer Annäherung ausgesehen.