Harzgerode/Quedlinburg l Polizisten des Polizeirevieres Harz in Halberstadt haben am Donnerstag auf zwei Grundstücken in Harzgerode und Quedlinburg zwei leere Geldautomaten ausgraben können. Diese stammten aus den beiden Überfällen der Radladerbande in die Volksbankfilialen im vergangen Jahr in Harzgerode und Königerode. Auch der gesuchte blaue Transporter, der bei den Taten von den sechs bereits in Untersuchungshaft sitzenden Beschuldigten benutzt wurde, konnte in einer Garage sichergestellt werden. Insgesamt waren 60 Beamte an den Durchsuchungen beteiligt.

Den Hinweis auf die im Erdboden vergrabenen Geldautomaten hatten die Ermittler von den seit Anfang Januar Inhaftierten selbst erhalten. Vater, Mutter, Sohn und drei weitere Helfer waren in das Visier der Kriminalisten der Ermittlungsgruppe "Schaufel" geraten, nachdem die Beamten den in einem Wald weggeworfenen Tresor aus dem Einbruch in einen Baumarkt in Gernrode entdeckt hatten. Eine achtlos weggeworfene Mülltüte wurde ihnen schließlich zum Verhängnis. In monatelanger Puzzle-Arbeit fügten die Polizisten nach und nach alle Hinweise zusammen, so dass es am 6. Januar zu einer Festnahme durch das Spezialeinsatzkommando in Nachterstedt im Salzlandkreis kam. Festgenommen werden konnte der Baggerfahrer, der aber nur als Handlanger der Bande galt. Er packte aus, so dass es nur wenige Tage später zur Festnahme der restlichen fünf Kriminellen in Quedlinburg kam. Zeitgleich mit den Festnahmen suchten Beamte in elf Objekten im Harzkreis und im Salzlandkreis nach weiteren Beweisen. Im Einsatz war auch ein Geldmittelspürhund des Hauptzollamtes Frankfurt/Oder. Die Beamten fanden aber kein Geld.

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