Crossmedia-Konferenz in Magdeburg

Den Rahmen zur Präsentation von Konzepten aus Design, Management und Journalismus bot am Sonnabend die Konferenz "Think cross - change media", die vom berufsbegleitenden Masterstudiengang Crossmedia an der Hochschule Magdeburg-Stendal organisiert wurde.

Weitere Themen auf der Konferenz waren beispielsweise Fragen zu Chancen und Aufgaben, die sich aus den internetbasierten sozialen Netzwerken für Unternehmen und für Journalisten stellen, welche Schwierigkeiten sich aus dem Angebot von Informationen aus dem Internet ergeben oder wie sich die Meile der Demokratie in Magdeburg am 17. Januar crossmedial aufbereiten ließ. Die Teilnehmer sprachen über die Lehre 2.0 oder die Strategien des MDR bezüglich des Wandels auf dem Medienmarkt. In Workshops ging es unter anderem um Datenvisualisierung, Storytelling und die Interaktion mit der Internet-Community. (ri)

Mehr unter www.crossmedia-konferenz.de und www.ma-crossmedia.de im Internet.

Magdeburg l Welches Interesse kann die Tourismuswirtschaft an einem Projekt unter dem Titel Luther-Trip haben, das die Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt und die Werkleitz Gesellschaft ins Leben gerufen haben? Einiges, da sind sich Sabine Griebsch von Informationstraeger - einem Unternehmen aus Halle, das sich unter anderem mit Leit- und Informationssystemen beschäftigt - und Ralf Wendt vom Freien Radio Corax in Halle einig. Die beiden haben den Stand zum 2013 initiierten Luther-Trip während der Crossmedia-Konferenz in Magdeburg vorgestellt.

Sabine Griebsch erläutert: "Zunächst hatten wir im Internet eine weiße Karte vom Mansfelder Land. Gemeinsam mit Jugendlichen bis 27 Jahre sind wir dann durchs Land gefahren." Wo es etwas zu sehen gab, wurden Fotos aufgenommen, Geschichten aufgeschrieben. Video- und Radiobeiträge sind aufgezeichnet und müssen noch auf der Seite eingearbeitet werden. Und man ist mit den Bewohnern ins Gespräch gekommen, hat sich die Besonderheiten ihrer Heimat erzählen lassen. Ralf Wendt erklärt den Wert dieser Art, eine Landschaft zu erkunden: "So lässt sich eine Landschaft viel wahrhaftiger vor Ort oder am Rechner in der Vorbereitung erkunden, als das mit touristischen Hochglanzbroschüren möglich wäre."

Und die Beschreibung kann immer weiter wachsen, mit weiteren Touren von Menschen, die den Regeln des Konzepts entsprechende Beiträge verfassen möchten. Bislang berichten Einheimische zum Beispiel über ihre Tontauben und über die Seilbahn für Kupfer, die hier einmal geplant war.

Überzeugt hat die Idee des so entstehenden Wegenetzes die Touristiker: Das Standortmarketing Mansfeld-Südharz ist Partner des Projekts, und aktuelle Karten der Region nehmen auf die Inhalte des Luther-Trips inzwischen ausdrücklich Bezug.

Davon könnten auch andere Regionen profitieren. Nicht nur, dass Luther auch an anderen Stätten gewirkt hat - zum Beispiel in Magdeburg. Die Mansfelder machen es vor: Auch wenn der Reformator Namensgeber war, beschäftigen sie sich in ihren Heimatgeschichten mit ganz anderen Themen. Wichtig ist da beispielsweise der Bergbau, der mit seinen Abraumhalden das Gesicht der Region geprägt hat. Ralf Wendt sagt: "Für andere touristische Regionen, die ihre Besonderheiten herausstellen möchten, bietet sich das Projekt an. Die Programmierarbeit an der Seite und der App ist ja erledigt."

Mehr im Internet unter www.luther-trip.de

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