Magdeburg (dpa/sa) - Das Verwaltungsgericht Magdeburg hat eine Entscheidung über das Tierhaltungsverbot gegen den Schweinezüchter Adrianus Straathof vertagt. Die Kammer entschied am Dienstag mit Zustimmung der Anwälte Straathofs und des Kreises Jerichower Land, das Verfahren zunächst ruhen zu lassen.

Hintergrund ist, dass zum einen noch ein Eilverfahren um das Haltungsverbot beim Oberverwaltungsgericht in Magdeburg anhängig ist. Außerdem liegt beim Oberverwaltungsgericht noch ein weiteres Verfahren zu einer Einzelfrage der Tierhaltung. Dabei geht es um die notwendige Breite von Kastenständen für Zuchtsauen. Nach Angaben der Straathof-Anwälte wurde die Größe vom Landkreis anders als in allen anderen Bundesländern definiert.

Der Landkreis Jerichower Land hatte ein Schweinehaltungsverbot gegen Straathof wegen Verstößen gegen den Tierschutz verhängt. Die Anwältin Straathofs, Andrea Versteyl, sagte vor Beginn der Verhandlung, Straathof sei in allen seinen Anlagen als Geschäftsführer zurückgetreten. Daher sei unklar, was der Landkreis Jerichower Land jetzt noch wolle. Es gehe um insgesamt 24 Anlagen in Deutschland mit zusammen rund 400.000 Tieren.