Berlin (dpa) | Nach dem vorläufigen Scheitern der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder ist die erste Streikwelle angerollt. In mehreren Bundesländern traten angestellte Lehrer in den Ausstand.

Im öffentlichen Dienst Sachsen-Anhalts hat am Dienstagmorgen der erste Warnstreik begonnen. Die Gewerkschaft GEW habe die Angestellten von Schulen, Hochschulen und anderen Einrichtungen in Halle und im Saalekreis zu Arbeitsniederlegungen in den ersten beiden Schulstunden aufgerufen, sagte GEW-Sprecher Alexander Pistorius.

Die Lehrkräfte wollten sich während dieser Zeit in Halle auf dem Marktplatz versammeln. Außerdem seien die angestellten Lehrer aus dem Bördekreis zu einem "Streik-Mittagessen" in Wanzleben eingeladen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert unter anderem 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mitte März angesetzt.

In Berlin waren die Lehrer an Grund- und Berufsschulen zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, weitere Schwerpunkte gab es unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Die Kernforderung der Gewerkschaften lautet 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr. Hauptgründe für das vorläufige Scheitern der Tarifverhandlungen waren aber Differenzen über die betriebliche Altersvorsorge und die tarifliche Eingruppierung der Lehrer.