Magdeburg l Die Ersatzkassen in Sachsen-Anhalt machen gegen einen Baustein des Hausärzteprogramms von AOK und IKK gesund plus mobil. Diese hatten am vergangenen Freitag einen Vertrag mit dem Hausärzteverband Sachsen-Anhalt unterzeichnet, wonach die 430000 am Programm teilnehmenden Versicherten künftig nach maximal einer Woche einen Facharzttermin bekommen sollen.


In dringenden Fällen übernehme der Hausarzt die Terminvermittlung, hieß es. So sollten die Patienten schnellstmöglich die beste Behandlung bekommen und unnötige Einweisungen in Krankenhäuser vermieden werden, so AOK-Vorstand Ralf Dralle. Die Ersatzkassen, darunter Barmer, TK und DAK, betonten nun, im Rahmen der hausärztezentrierten Versorgung seien ohnehin Standards definiert, die Patienten zügige Termine und Überweisungen zu Fachärzten garantierten.

Man sehe es kritisch, dass andere Kassen diese Normalität gesondert herausstellten und finanzierten, sagte Klaus Holst vom Verband der Ersatzkassen (vdek). "Wenn über die Lotsenfunktion des Hausarztes hinausgehende diagnostische und therapeutische Maßnahmen notwendig sind, dann muss dies unabhängig von einer Krankenkassenzugehörigkeit erfolgen", so Holst. Die Ersatzkassen haben in Sachsen-Anhalt rund 680000 Versicherte.