Halle (dpa) l Immer mehr Sachsen-Anhalter arbeiten in einem anderen Bundesland. 2014 jobten 138000 Frauen und Männer jenseits der Grenzen, das waren 2000 mehr als im Vorjahr, teilte die Arbeitsagentur in Halle am Dienstag mit. Damit habe die Zahl der sogenannten Auspendler den höchsten Stand seit 2008 erreicht. Jeder sechste Beschäftigte aus Sachsen-Anhalt pendelte 2014 in ein anderes Bundesland. Gleichzeitig kamen mehr Einpendler ins Land. 2014 arbeiteten 59900 Menschen in Sachsen-Anhalt, die in einem anderen Bundesland wohnten. Das waren 1000 mehr als im Jahr davor.

Niedersachsen ist mit 41800 Pendlern weiterhin das häufigste Ziel der Sachsen-Anhalter. Gewachsen ist die Zahl der Menschen, die in Sachsen arbeiten. So fuhren im vergangenen Jahr fast 33000 Frauen und Männer in den Freistaat, das waren 3800 mehr als vor fünf Jahren. Die Zahl der Wochenendpendler, die in fernere Bundesländer zur Arbeit fahren, hat den Angaben zufolge in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich abgenommen. So pendeln derzeit etwa 8000 Frauen und Männer nach Bayern, 1400 weniger als vor fünf Jahren.