Magdeburg (dpa) I Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt plant derzeit keine neue Frühaufsteher-Kampagne. Aus dem eigenen Haushalt sei das nicht zu finanzieren, von der EU stehe derzeit kein Geld zur Verfügung, sagte Regierungssprecher Matthias Schuppe auf Anfrage. Der Werbespruch "Wir stehen früher auf" sei damit aber nicht abgeschafft, sondern werde auch künftig je nach Gelegenheit genutzt.

Vor rund einem Jahr war die mit EU-Mitteln finanzierte Kampagne "Dafür stehen wir früher auf" ausgelaufen. Innerhalb der schwarz-roten Koalition ist das Thema nicht unumstritten. Ein SPD-Landesparteitag hatte sich gegen die Kampagne ausgesprochen. Hintergrund der 2005 ins Leben gerufenen Werbekampagne war eine Studie. Demnach stehen die Menschen in Sachsen-Anhalt im Schnitt morgens um 6.39 Uhr auf - und damit einige Minuten früher als in allen anderen Bundesländern.