Der Bericht und die 885 Vorschläge der Jugendlichen stehen im Internet unter www.kjr-lsa.de

Magdeburg (dpa) l Was wollen junge Menschen eigentlich? Wie stellen sie sich die Zukunft des Landes vor? Eine Initiative hat Ideen gesammelt. Herausgekommen ist viel Konkretes. Sie wollen mobiler sein und mehr mitbestimmen können: Kinder und Jugendliche haben Sachsen-Anhalts Sozialminister Norbert Bischoff (SPD) insgesamt 885 Ideen für die Zukunft des Landes überreicht. Der Minister habe am Sonnabend eine ganze Kiste erhalten, teilte die Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendrings, Nicole Anger, mit. Es sind die Ergebnisse des einjährigen Jugendbeteiligungsprojektes "Jugend Macht Zukunft".

Vor allem die Themen Mitbestimmung und Partizipation hätten die jungen Menschen beschäftigt, sagte Anger. Sie wollten in allen Bereichen des Lebens beteiligt werden - meist sei das aber erst ab 18 Jahren möglich.

Schülerfahrkarten sollen im ganzen Land gelten
Außerdem sei die Forderung nach einer umfassenderen Gültigkeit von Schülerfahrkarten dabei - die Jugendlichen wünschten sich ein landesweit gültiges Ticket, das ganztägig und auch in der Ferienzeit genutzt werden könne. An Haltestellen solle es ein Rauchverbot geben. Eine große Rolle habe auch der Wunsch nach mehr hauptamtlichen Betreuern in Jugendzentren und Jugendclubs gespielt.

"Die Erfahrungen und Ergebnisse zeigen, dass junge Menschen sehr daran interessiert sind, gehört zu werden und viele unterschiedliche Ideen und Vorstellungen zu ihrer Zukunft in Sachsen-Anhalt beisteuern können", bilanzierte Anger. Sie sollten in das jugendpolitische Programm der Landesregierung einfließen.