Thale/Wernigerode (dl) l Vertreter der fünf Bergwacht-Gruppen im Land sehen ihre ehrenamtliche Arbeit nur unzureichend unterstützt und fordern klare Regelungen für die Abrechnung ihrer Leistungen. Hintergrund ist das Rettungsdienstgesetz des Landes, das zuletzt Ende 2012 novelliert wurde. Dort finden sich zwar Passagen zur Bergwacht, allerdings gebe es keine vertraglichen Regelungen zur Kostenabrechnung, sagte der Chef des Eigenbetriebs Rettungsdienst im Harz-Kreis, Michael Werner. "Seit Bestehen des Gesetzes ist es auf Landesebene nicht gelungen, sich mit den Kassen zu einigen." Deshalb sei es oft schwierig, Einsätze der Bergretter gegenüber den Krankenkassen abzurechnen, erklärten Werner und der Chef der Thalenser Bergwacht, Jens Kowalewski. Mitglieder der Bergwacht, die bei Bedarf ebenso wie Feuerwehren von den Leitstellen alarmiert würden, müssten ihre persönliche Ausrüstung meist selbst finanzieren.