Magdeburg l Wussten Sie, dass landesweit so viele Eier produziert werden, dass jeder Sachsen-Anhalter das ganze Jahr am Wochenende vier Eier essen könnte? Die Volksstimme-Volontärinnen Tina Gewandt, Natalie Häuser und Bianca Schwingenheuer haben in diesem Text Spannendes rund um Ostern versteckt.

1. Fleißige Hennen im Land der Frühaufsteher
1646400 gemeldete Hennen kümmerten sich 2014 um den Ei-Nachschub. Beim Statistischen Landesamt werden allerdings nur Betriebe mit mehr als 3000 Hühnern geführt, deshalb liegt die "Dunkelziffer" viel höher. Monika Schöne vom Statistischen Landesamt weiß, wie viele Eier pro Sachsen-Anhalter produziert werden - es sind 216. Sie konnten sich also 2014 im Schnitt jedes Wochenende vier Frühstückseier gönnen.

2. Meister Lampe immer seltener auf freiem Feld
Und das ist kein Wunder, denn nur geschätzte drei bis dreieinhalb Millionen Feldhasen, die als potenzielle Eierbringer dienen, hoppeln hierzulande noch durch die Gegend. Genug sollte man meinen, aber: "Dem Osterhasen geht es nicht besonders gut", sagt Eva Goris, Pressesprecherin von der Deutschen Wildtier-Stiftung. Bundesweit wurden 2013 nach Angaben der Jäger 30000 Hasen geschossen, davon 5000 in Sachsen-Anhalt. Würde "Meister Lampe" wirklich Eier bringen, müsste jeder von ihnen morgen im Schnitt 25 Personen versorgen, so der Deutsche Jagdverband.

3. Es leben mehr Osterlämmer als Kinder im Land
Jedes Kleinkind in Sachsen-Anhalt kann zu Ostern mit seinem eigenen Osterlamm spielen. "Im Land gibt es 19100 Lämmer und 17100 Kinder im Alter von drei Jahren", weiß Monika Schöne vom Statistischen Landesamt. Nur in ein Osterkörbchen werden die Lämmchen wohl nicht passen.

4. In der DDR wurde zu Ostern gearbeitet

Durch die Einführung der Fünf-Tage-Woche wurde der Ostermontag 1967 in der DDR als Feiertag abgeschafft, der Karfreitag musste am nachfolgenden Sonnabend als normaler Arbeitstag nachgeholt werden. Nach der Wiedervereinigung wurde der Ostermontag wieder zum Feiertag erklärt.

5. Das Osterei XXL
Bei dieser Größenordnung muss man sich schon ein sehr gutes Versteck einfallen lassen: Das Straußenei hat im Durchschnitt eine Höhe von 15 Zentimetern. Während ein normales Ei sieben Minuten braucht, bis es hartgekocht ist, sind es bei einem Straußenei 75 bis 90 Minuten. Ein Straußenei entspricht auf dem Frühstückstisch rund 25 bis 30 Hühnereiern. Davon wird dann gleich die ganze Familie satt. Um es zu öffnen, muss ein Bohrer ran. "Am besten ein Achter", empfiehlt Straußenexperte Mike Bartsch aus Schönebeck. Und stabil ist es. Mit bis zu 120 Kilo Gewicht kann es belastet werden.

6. Eierlegende Hasen
Der einzige "Hase", der zu Ostern Eier legt, ist ein Fisch. Der sogenannte Seehase laicht in der Osterzeit vor der Nordseeküste ab. Ob dessen Eier wirklich bunt sind, ist fraglich. Zumindest finden wir sie in den Supermarktregalen - schwarz eingefärbt - als "Deutschen Kavier" wieder.

7. Nougat-Ei ist "schlanker" als der Klassiker
Pro Frühstücksei kommen 84 Kalorien zur Tagesbilanz des Speiseplans hinzu. Tauschen Sie doch ab und zu mal eins gegen die Schokoladenvariante mit Nougatfüllung. Dann sparen Sie vier Kalorien pro Stück. Eine Garantie für die Bikini-Figur kann nicht übernommen werden.