Seit Wochen muss sich Angie mit den großen Jungs rumärgern. Da ist einer anstrengender als der andere, sei es der sture Wladimir oder der kesse Alexis. Welch Glück, dass jetzt Ostern anstand - Zeit, mal abzuhauen und sich von denen zu erholen.

Am Sonnabend ging´s los: eine Woche stänkerfritzenfrei in Italien. Seit Jahren fährt die Kanzlerin nicht nur immer in denselben Ort, auf die Vulkan-insel Ischia. Es muss auch stets dasselbe Hotel sein. Doch wer denkt, hierbei handele es sich um einen Ort, dessen Interieur die Augen Otto Normalurlaubers niemals erblicken werden, der irrt. Ein Sparschwein mit Übergewicht muss zwar schon dran glauben. Doch immerhin ab 150 Euro die Nacht kann sich jeder fühlen wie die Staatschefin. Was beinahe noch wichtiger ist: Er kann danach der Welt berichten, wie es war - den Bewertungsportalen im Internet sei Dank.

Und siehe da: Auch wenn der Vier-Sterne-Laden unterm Strich gut wegkommt, gibt´s einiges zu mosern. Ein Urlauber schimpft, er habe in einem Zimmer mit der "Atmosphäre einer Klinik" gewohnt. Der nächste bemängelt das hauseigene Thermalbad: "Bröckelnde Kacheln" und "nicht funktionierende Duschen" habe er vorgefunden. Ein dritter moniert "arrogantes Empfangspersonal" im Hotel und resümiert: "Kaum vorstellbar, was die Merkel da toll findet."

Warum Angie trotzdem immer wiederkehrt, statt mal einen Stern aufzustocken, ist offensichtlich: Wenn im Urlaub alles perfekt ist, braucht sie doch danach viel zu lange, um sich wieder ans Ärgern zu gewöhnen.Elisa Sowieja