Goldbeck/Magdeburg (dpa) l Trotz kühler Witterung beginnt in Sachsen-Anhalt allmählich die Spargelernte. Am Dienstag wurde der erste Spargel gestochen. Die Ernte habe auf sechs Hektar beheizter Fläche begonnen, hieß es beim Spargelhof Heinl in Goldbeck (Landkreis Stendal). Im Einsatz seien derzeit 25 Erntehelfer. Insgesamt bewirtschaftet das Unternehmen 50 Hektar Anbaufläche.

Bei der Agrargenossenschaft Hohenseeden/Parchen im Jerichower Land warten die Helfer dagegen noch ab. Die kühle Witterung verzögere die Ernte, und der Sturm Niklas habe auch noch die Folien weggeblasen, sagte ein Sprecher. Das Spargelstechen beginne womöglich erst Mitte April. Das Agrarunternehmen in Hohenseeden gehört mit rund 125 Hektar Anbaufläche nach eigenen Angaben zu den großen Spargelproduzenten im Land und beschäftigt in der Saison durchschnittlich 170 Helfer. Sie alle bekämen jetzt den Mindestlohn, sagte der Sprecher. "Wir müssen das an den Verbraucher weitergeben", betonte er. Wie die Ernte dieses Jahr ausfallen werde, lasse sich noch nicht abschätzen. 2014 wurden in der Agrargenossenschaft Hohenseeden/Parchen seinen Angaben zufolge 700 Tonnen Spargel gestochen.

2014 wurde in Sachsen-Anhalt laut Agrarministerium auf etwa 760 Hektar Spargel geerntet, bundesweit auf rund 25000 Hektar. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ernteten die Spargelbauern im Vorjahr in Deutschland rund 114000 Tonnen Spargel. Der Großteil kam mit rund 26000 Tonnen aus Niedersachsen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 18000 Tonnen und Brandenburg mit einem Ernteertrag von 17000 Tonnen.

Sachsen-Anhalt belegte mit rund 3000 Tonnen laut Agrarministerium Platz acht unter den Anbauländern.