Staßfurt (fro/egw) l Sie kommen aus dem Nichts und bevorzugen das Salzland. Wie die Staßfurter Volksstimme berichtet, haben sich in diesem Landkreis an mindestens drei Stellen rätselhafte Graskreise gebildet. Anders als bei den bekannten Kornkreisen, in denen eher nichts mehr wächst, sprießt hier die Natur besonders opulent: grüner, grüner, Rasenkreis.

Ein Mann aus Löderburg berichtet, dass hier erstmals seit 1967 ein derartiges Phänomen zu besichtigen ist. Ein sogenannter Hexenring kann wohl ausgeschlossen werden. (So nennt man eine kreisrunde Pilzfundstelle, die durch ein sich gleichmäßig ausdehnendes Pilz-Myzel entsteht.) Denn: Die Pilze fehlen.

Ein Mann aus Giersleben hat seine Kreise schon mit einem Metalldetektor untersuchen lassen, doch auch der förderte nur ein Stück Silberpapier zutage. Im Sommer will er dem Rätsel mit einem Drei-Meter-Bohrer auf den Grund gehen.

Eine Sprecherin des Landkreises verweist auf ähnliche Befunde in der Löderburger Gegend, die Experten zufolge früher Gruben zur Sole-Gewinnung gewesen sein könnten, entstanden in ur- und frühgeschichtlichen Zeiten. Die Denkmalbehörde weist vorsorglich darauf hin, dass es sich auch um Grabfunde aus der Bronzezeit handeln könnte und folglich nähere Untersuchungen aller Art der Genehmigung bedürfen.

Eine Rathmannsdorferin mit einem Graskreis folgte stattdessen einer Empfehlung aus dem Internet zur Förderung des gleichmäßigen Wachstums. Sie griff zum Vertikutierer und kaufte Dünger.