Magdeburg l Die Begegnung der beiden Erzrivalen 1. FC Magdeburg und Hallescher Fußballclub am heutigen Mittwoch ab 19 Uhr wird von der Polizei als Hochsicherheitsspiel eingestuft. Sechs Hundertschaften der Landesbereitschaftspolizei aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie 250 Beamte der Bundespolizei sind im Einsatz.

Der Leiter des Polizeirevieres Magdeburg Frank Bendzka: "Wegen der Anreise während des Berufsverkehrs und der strengen Sicherheitskontrollen beim Einlass sollten Stadionbesucher rechtzeitig losfahren, möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln." Im Bereich der Innenstadt, des Strombrückenzuges und der Bundesstraße 1 im Osten der Stadt ist in den Abendstunden mit Staus und Behinderungen zu rechnen.

"Für die Rückreise werden die Ampeln so geschaltet, dass der Verkehr schneller abfließen kann", so Bendzka. Für die Anfahrt zum Spiel sei dies wegen des Berufsverkehrs nicht möglich.

Problematisch könnte es bereits ab 17 Uhr werden, wenn Clubfans vom Hasselbachplatz, Hauptbahnhof und dem Universitätsplatz in einem Sternmarsch zum Stadion laufen wollen. Das kündigten die Fans auf ihrer Internetseite an.

Die Polizei will vor allem ein Zusammentreffen der beiden Fanlager in jedem Fall verhindern. Etwa 600 mit dem Zug anreisende HFC-Fans sollen im Block vom Haltepunkt Herrenkrug zum Stadion begleitet werden. "Wir haben dazu auch einen Hubschrauber und neun Diensthunde im Einsatz", erklärt Chris Kurpiers von der Bundespolizei.

Im Stadion sorgen rund 270 Ordner, doppelt so viele wie sonst, für die Sicherheit. Sie kontrollieren alle Personen unter anderem auf mitgebrachte Pyrotechnik. Bei dem letzten Pokalspiel im vergangenen Jahr in Halle war es wegen zahlreicher Böllerwürfe beinahe zum Abbruch der Begegnung gekommen. FCM-Sprecher Matthias Kahl: "Wegen der verstärkten Kontrollen ist das Stadion deshalb auch schon ab 17 Uhr geöffnet."

Die Polizei rechnet aus beiden Lagern mit etwa 800 gewaltbereiten Fans. Während die Magdeburger Unterstützung aus Braunschweig erwarten, reisen für den HFC auch Erfurter und Leipziger an.