Sieger von "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren"

Die ersten Plätze bei "Jugend forscht" (15-21 Jahre) belegen:
Antonia Lembke (Hildebrand Gymnasium Stendal, Arbeitswelt),
Benedikt Pintat (Walther-Rathenau-Gymnasium Bitterfeld, Chemie),
Lukas Grosch und Julian Rühle (GutsMuths-Gymnasium Quedlinburg, Geo- und Raumwissenschaften),
Jorma Marggraf, Leonard Clauß und Simon Imming (Gregor-Cantor-Gymnasium Halle, Mathe/Informatik),
Clara Jung (Paul-Gerhardt-Gymnasium Gräfenhainichen, Technik),
Jakob Hofmann (Georg-Cantor-Gymnasium Halle, Physik).

Der Sonderpreis für die beste interdisziplinäre Arbeit ging an Lukas Hoyer und Christina Pongratz (Werner-von-Siemens-Gymnasium in Magdeburg, Technik).

Den ersten Platz in der Kategorie "Schüler experimentieren" (4. Klasse bis 14 Jahre) haben folgende Schlauköpfe abgeräumt:
Arvid Gansäuer (Sportgymnasium Halle, Arbeitswelt),
Hannah Noemi Schadewald (Georg-Cantor-Gymnasium Halle, Biologie),
Felix Fischer (Georg-Cantor-Gymnasium Halle, Geo- und Raumwissenschaften),
Tim Schanzenbach und Dave Greiner-Haas (Christian-Wolff-Gymnasium Halle, Physik),
Paul Weis und Alexander Plaue (Schülerinstitut SITI e. V. Havelberg, Technik).

Magdeburg | Vorhang auf für die Forscher der nächsten Generation: In Magdeburg versammelten sich kürzlich Sachsen-Anhalts pfiffigste junge Erfinder. Der Grund: Sie alle präsentierten der Jury und Interessierten ihre Forschungsergebnisse und selbstgebauten Projekte beim Landesfinale von "Jugend Forscht". Dafür haben die insgesamt 58 jungen Einsteins seit vergangenem Sommer Blut und Wasser geschwitzt. Denn wer gewinnt, darf Ende Mai ins rheinland-pfälzische Ludwigshafen - und dort beim Bundeswettbewerb antreten.

Dieses Ziel sorgt natürlich für jede Menge Motivation für die Schlauköpfe. Und die kann man sehen: Liebevolle Präsentationen und Stände mit detailreichen Plakaten konnten zumindest die Besucher schon überzeugen. Denn für Staunen und Respekt sorgten die Forscher allemal. Wie in den Jahren zuvor waren die Projekte auch diesmal in die Kategorien Physik, Technik, Mathematik/Informatik, Chemie, Biologie, Geo- und Raumwissenschaften und Arbeitswelt unterteilt.

Allein die Namen der Projekte klingen beachtlich: Von Versuchen mit plasmatischen Vorgängen bei der Elektrolyse in wässrigen Lösungen über die Entwicklung eines Systems zur Vermeidung von Kalkbildung in Duschen bis hin zur Geschichte der Mathematik und Technik anhand russischer Briefmarken. Die Volksstimme zeigt einige der spannendsten Ideen.

Nach dem Wettbewerb können Schüler ihr Projekt weiter vermarkten

Mit seiner eigenen Erfindung ganz groß rauskommen - welcher Tüftler hat noch nicht davon geträumt? Und diejenigen, die mit dem ersten Platz belohnt werden, sind dem Ziel schon ein Stück näher. Erfolgreiche Jugend-forscht-Wettbewerber können ihre Fähigkeiten anschließend weiterentwickeln, indem sie an Studienreisen teilnehmen können oder Forschungspraktika absolvieren dürfen.

Doch die Karriere als Wissenschaftler steht auch jenen Forschern offen, die beim Landeswettbewerb nicht den ersten Platz absahnen konnten. "Unsere Teilnehmer können ihr Projekt natürlich trotzdem vermarkten", sagt Landeswettbewerbsleiterin Beate Enzian. "Die Schüler können zum Beispiel Patente für ihre Erfindung anmelden." Gregor Laukert und Jan Schlüter, die Entwickler der kalkfreien Dusche, hatten den richtigen Riecher und haben bereits einen Antrag gestellt.

Es sei eben auch wichtig, dass die Schüler für ihre eigenen Ideen brennen, sagt Enzian. "Unsere 21 Jurymitglieder entscheiden dann, welchen Projekten sie besondere Chancen einräumen." Die Juroren kommen von den Universitäten Magdeburg und Halle, dem Helmholtz-Gymnasium für Umweltforschung, der Volkswagen AG, dem Netzbetreiber Avacon und dem Magdeburger Zoo.

Doch eine gute Präsentation des Projekts alleine reicht noch nicht aus. In punkto Hintergrundwissen und der 15-seitigen Arbeit müssen die Schüler ebenfalls überzeugen.