Noch sind die Temperaturen bescheiden, aber im Sommer heizen sich Autos schnell auf. Umso angenehmer, vor der Fahrt den Motor laufen zu lassen und schon mal die Klimaanlage auf Hochtouren zu bringen. Moment, das mag ja ganz nett sein, aber umweltbewusst geht anders. Und zwar mit der Idee von Bettina Herz (16), Vanessa Perlich (16) und Julia Wilhelm (17). Die Schülerinnen des Christian-Wolff-Gymnasiums in Halle steigen auch lieber in ein kühles Auto ein. Doch sie müssen dafür nicht die Klimaanlage starten. "Wir setzen stattdessen auf Solarenergie", erzählt Bettina.

Dafür haben die drei jungen Damen eine ganz normale Sonnenschutzfolie für die Frontschreibe mit Solarzellen bestücken lassen. Julia ergänzt: "Die klemmt der Autofahrer einfach hinter die Scheibe. Die Sonnenenergie, die durch die Solarzellen entsteht, wird zu einem kleinen Kühlelement geleitet." Je mehr dieser Elemente mit den Solarzellen verbunden werden, desto schneller kühlt der Innenraum ab. Wer sich bei Hitze also hinter sein Lenkrad klemmt, setzt sich in der Theorie in einen angenehm temperierten Wagen, der mit Solarenergie gekühlt wird. Allerdings, räumt Vanessa ein, muss die Erfindung im Frühjahr und Sommer weiter optimiert werden. "Unsere Haupt-Testphase war im November", sagt Bettina. "Da hatten wir noch nicht optimale Bedingungen, um das Prinzip zu testen. Für die Mädels noch ein Grund mehr, sich auf die ersten warmen Sonnenstrahlen zu freuen.