Landeswettbewerb Bestform
Mit dem Projekt, eine Software zur Gartenplanung zu entwickeln, hat sich trappZONE mit der Hochschule Anhalt beim Design-Wettbewerb Bestform beworben. Der Wettbewerb fördert die Vernetzung von Kreativschaffenden mit Unternehmen.

Bis zum 5. Mai 2015 können sich Kreative noch mit Projekten bewerben, die sie gemeinsam mit Unternehmern eines anderen Wirtschaftszweiges umsetzen wollen. Die Preisübergabe und die Würdigung der Projekte erfolgt im Juli. Der erste Preis ist mit 10000 Euro dotiert.

Nähere Infos zum Wettbewerb und zur Bewerbung gibt es unter www.bestform-sachsen-anhalt.de

Magdeburg l Mit Blumenbeeten ist das so eine Sache. Wie groß müssen die Abstände zwischen einzelnen Pflanzen sein? Welche Sorten passen gut zueinander und sind pflegeleicht? Die neu gegründete Firma trappZONE bietet Hobbygärtnern und Profis ab 2016 eine Software an, mit deren Hilfe grüne Oasen mit nur wenigen Klicks am Computer geplant werden können. "Sie müssen lediglich die Maße ihres Gartens kennen, das Programm schlägt dann maßgeschneiderte Pflanzenkombinationen für die Beete vor", erklärt Geschäftsführerin Judith von Malottki.

Die Software habe trappZONE zusammen mit der Hochschule Anhalt entwickelt, "in das Programm ist viel Fachwissen aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau integriert worden", erklärt die 27-jährige Jungunternehmerin. Das Programm biete Hobbygärtnern vielfältigste Gestaltungsmöglichkeiten. "Vom Feng-Shui-Garten über eine mediterrane Landschaft mit Terrakotta-Töpfen bis hin zum Barock-Garten ist alles möglich." Eltern könnten mit Hilfe der Software auch ausschließen, dass sie giftige Pflanzen aufs Beet setzen, die ihren Kindern gefährlich werden könnten.

So manchem Fußball-Fan könnte die Software ebenfalls Spaß bereiten: "Das Programm bietet Ornament-Pflanzungen an - wer will, kann sich das Wappen seiner Lieblingsmannschaft erstellen. Oder seiner Liebsten mit Herzformen im Garten eine Freude machen", so Judith von Malottki. Auf der Internetseite www.mein-blumenplaner.de können Gartenfreunde bereits eine Test-Version der Software kostenlos ausprobieren.

Auch in Zukunft soll die Software in der Grundversion die Nutzer nichts kosten. trappZONE will vor allem mit dem Verkauf von Pflanzen und Gartenmöbeln Geld verdienen. Kunden, die ihren Garten mit Hilfe der Software planen, sollen im angeschlossenen Online-Shop gleich die Bestellungen aufgeben und sich die Gewächse nach Hause liefern lassen. "Der Handel hat nicht alle Pflanzensorten immer vorrätig, der Online-Shop erspart den Kunden unnötige Wege."

"Mit unserer Software erleichtern wir den Profis die Arbeit."

Obwohl die Planungs-Software für jedermann gedacht ist, will trappZONE den Landschaftsplanern keine Konkurrenz machen, im Gegenteil: "Mit unserer Software erleichtern wir den Profis die Arbeit, sie können Routinetätigkeiten über das Programm abwickeln und haben dadurch mehr Zeit für die kreativen Prozesse bei der Landschaftsplanung", so Judith von Malottki.

Auf langfristige Sicht will trappZone für Profis auch eine Ausschreibungsplattform im Internet anbieten. Auf dieser Plattform können Kunden ihre Gartenpläne einstellen, anschließend geben Landschaftsgärtner Angebote für die Umsetzung der Pläne ab. "Die Kunden können sich auf diese Weise ihren Garten zu einem günstigen Preis gestalten lassen und die Landschaftsgärtner können ihre Auftragsbücher auffüllen." Für trappZONE wäre eine solche Plattform lukrativ, weil das Unternehmen von den Landschaftsgärtnern eine Gebühr für den Zugang zur Ausschreibungsplattform verlangen könnte.

Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Bislang besteht trappZONE nur aus einem Existenzgründer-Trio, das sich über staatliche Förderprogramme finanziert. Inhaber des Unternehmens sind neben Judith von Malottki die zwei Software-Experten Daniel Jachmann und Alexander Gottschall. "Wir suchen händeringend personelle Verstärkung, vor allem Software-Entwickler", sagt von Malottki. Der personelle Engpass sei mit ein Grund, weshalb sich der offizielle Startschuss für die Software bis Anfang 2016 hinauszögern könnte.

Vom Erfolg der Software ist von Malottki überzeugt. "Wir haben für unser Projekt bereits Preise beim IKT-Gründerwettbewerb und beim ego-business-Wettbewerb gewonnen", erzählt sie. In diesem Jahr hofft sie auf eine Auszeichnung beim Design-Wettbewerb Bestform. "Für Existenzgründer ist die Teilnahme an Wettbewerben wichtig", erzählt sie. "Man kann seine Geschäftsidee präsentieren, Kontakte knüpfen und Erfahrungen sammeln."

 

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