Magdeburg (dpa) | Mitarbeiter der Deutschen Post in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beteiligen sich am Donnerstag an einem bundesweiten Warnstreik. Der Ausstand dauere den ganzen Tag, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Betroffen sei in Sachsen-Anhalt unter anderem das Brief- und Verteilzentrum in Magdeburg. Auch in Merseburg, Desau und Oschersleben legten die Zusteller ihre Arbeit nieder.

Die Arbeitsniederlegungen treffen unter anderem auch die Internationale Post am Flughafen Frankfurt/Main, eine Spezialniederlassung der Deutschen Post. Durch den Ausstand werde sich die Abwicklung von rund einer Million Briefsendungen und etwa 9000 Paketsendungen aus dem gesamten Bundesgebiet ins Ausland verzögern, hieß es.

Der Warnstreik sei eine Reaktion darauf, dass in der dritten Verhandlungsrunde am 27. und 28. April in Siegburg kein Durchbruch erzielt wurde. Für den 8. und 9. Mai haben sich beide Seiten in Berlin zu weiteren Verhandlungen verabredet.

Postsendungen können durch die Fortsetzung der Warnstreiks erst später ihre Empfänger erreichen. "Durch den Arbeitskampf kann es zu Beeinträchtigungen in der Brief- und Paketzustellung kommen, die voraussichtlich bis kommende Woche andauern werden", sagte ein Verdi-Sprecher anlässlich der Warnstreiks.

Verdi fordert für die bundesweit 140 000 tariflich bezahlten Post-Mitarbeiter Arbeitszeitverkürzungen von 38,5 auf 36 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich. Außerdem will sie die Ausgliederung von Beschäftigten in Regionalgesellschaften mit geringerer Bezahlung verhindern.