Stendal (mr) l Die Stendaler FDP hat bei der Wiederholung der Stadtratswahl am 21. Juni auf ihrer Liste einen Bewerber aufgeführt, der von den Mitgliedern nicht aufgestellt worden war. Die Liberalen hatten am 9. April 18 Kandidaten nominiert. Die im Rathaus eingereichte Liste enthält jedoch 19 Namen. Bei Stadtwahlleiter Axel Kleefeldt liegen dazu seit Donnerstag zwei Einsprüche vor. FDP-Ortsverbandsvorsitzende Astrid Bleißner räumt ein, dass der Bewerber "versehentlich aufgeführt" wurde. Seine Nominierung sei an dem Abend "vergessen" worden.

Der Wahlausschuss der Stadt wird am Dienstag über die einzelnen Listen entscheiden. Bleißner setzt darauf, dass ihre Partei mit 18 Kandidaten antreten kann. Wahlleiter Kleefeldt prüft den Fall nun. Die Stendaler FDP-Vorsitzende kündigte zudem "bei den Strafverfolgungsbehörden eine Selbstanzeige" an.