So viel bekommen Landkreise und Kommunen im Norden Sachsen-Anhalts

Im Rahmen des Förderprogrammes Stark V kommen 90 Prozent der Mittel vom Bund - das sind fast auf den Euro genau 96 Millionen Euro für die Kommunen und 15 Millionen Euro für die Landkreise. Das Land legt den eigentlich von den Kommunen bzw. Landkreisen zu zahlenden Anteil von zehn Prozent obendrauf, also 10.666.667 Euro für die Kommunen und 1.666.667 Euro für die Landkreise. Sie werden wie folgt verteilt:

Landkreise


  • Jerichower Land: 3,04 Mio. Euro

  • Salzlandkreis: 5,4 Mio. Euro

  • Landkreis Stendal: 4,1 Mio. Euro

Kommunen

  • Arendsee: 1,01 Mio. Euro

  • Barby: 912.000 Euro

  • Bismark: 1,16 Mio. Euro

  • Blankenburg: 1,76 Mio. Euro

  • Bördeland: 725.000 Euro

  • Burg: 1,93 Mio. Euro

  • Elbe-Parey: 691.000 Euro

  • Gardelegen: 2,82 Mio. Euro

  • Halberstadt: 3,12 Mio. Euro

  • Havelberg: 752.000 Euro

  • Hecklingen: 691.000 Euro

  • Huy: 851.000 Euro

  • Jerichow: 1,02 Mio. Euro

  • Kalbe (Milde): 1,07 Mio. Euro

  • Möckern: 1,94 Mio. Euro

  • Nordharz: 768.000 Euro

  • Oschersleben: 1,76 Mio. Euro

  • Osterburg: 1,17 Mio. Euro

  • Schönebeck: 2,43 Mio. Euro

  • Staßfurt: 2,2 Mio. Euro

  • Stendal: 3,36 Mio. Euro

  • Tangerhütte: 1,36 Mio. Euro

  • Tangermünde: 910.000 Euro

  • Zerbst: 2,45 Mio. Euro

Verbandsgemeinden

  • Beetzendorf-Diesdorf: 1,99 Mio. Euro

  • Egelner Mulde: 1,03 Mio. Euro

  • Elbe-Havel-Land: 1,29 Mio. Euro

  • Obere Aller: 1,44 Mio. Euro

  • Saale-Wipper: 950.000 Euro

  • Seehausen: 1,57 Mio. Euro

  • Vorharz: 1,29 Mio. Euro

  • Westliche Börde: 981.000 Euro


(Quelle: Finanzministerium, alle Beträge gerundet, Angaben ohne Gewähr)

Magdeburg l Finanzschwache Kommunen in Sachsen-Anhalt erhalten für Investitionen in den kommenden Jahren rund 123 Millionen Euro vom Bund und vom Land. Das Geld aus dem sogenannten Förderprogramm Stark V werde auf vier Landkreise und 80 Gemeinden verteilt, erklärte das Finanzministerium am Dienstag. Welche Kommune als finanzschwach gilt, richtet sich nach ihrer Möglichkeit, Steuereinnahmen zu erzielen, und nach der Arbeitslosenquote.

Den Angaben zufolge läuft das Programm in diesem Sommer an und soll bis 2018 dauern. Laut Ministerium darf das Geld nur für Ausgaben verwandt werden, die durch Bundesgesetze geregelt sind. Gefördert werden können zum Beispiel Investitionen in Krankenhäuser, Kindergärten, die Lärmbekämpfung bei Straßen, das schnelle Internet oder die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude. Die Kommunen können selbst entscheiden, für welchen dieser Zwecke sie das Geld ausgeben wollen. Aber: Es muss sich um Aufgaben handeln, zu deren Erfüllung die Kommune gesetzlich verpflichtet ist.

90 Prozent der Mittel kommen vom Bund. Den Eigenanteil der Kommunen von zehn Prozent übernimmt das Land.

Die oppositionelle Linke forderte, die Mittel zügig und unbürokratisch an die Kommunen auszureichen.