Wernigerode (dpa) l Die Jäger in Sachsen-Anhalt haben eine Diskussion über eine Lockerung des Wolfsschutzes gefordert. Das sei angesichts der rasant wachsenden Zahl an Wölfen in Deutschland notwendig, sagte der Landesvorsitzende der Jäger in Sachsen-Anhalt, Hans-Heinrich Jordan.

Bisher steht der Wolf unter strengem Schutz und darf nicht abgeschossen werden. In bestimmten Fällen müsse das jedoch möglich sein, um das Wachstum der Population zu dämpfen, sagte Jordan. Darüber müsste eine zentrale Management-Stelle für das gesamte Bundesgebiet entscheiden.

Der Landesverband der Jäger schloss sich damit der Forderung des Bundesverbands nach einem deutschlandweit einheitlichen Wolfsmanagement an. Gleiche Forderungen hatten in dieser Woche auch Brandenburgs Jäger veröffentlicht.

Der Landesjagdverband feierte beim Landesjägertag in Wernigerode am Samstag sein 25-jähriges Bestehen. Die knapp 230 anwesenden Delegierten diskutierten dabei auch über die Zukunft der Jagd im Land und die Gewinnung von Jägernachwuchs. Der Verband hat nach eigenen Angaben 8600 Mitglieder.