Magdeburg (he) l Sachsen-Anhalts Kommunen bekommen auch künftig Fördergeld zur Sanierung von Schulen und Kitas, allerdings unter schlechteren Bedingungen. Bislang wurden Städte und Gemeinden nach einer energetischen Sanierung durch sinkende Energiekosten entlastet. Diese Ersparnis will die EU nun jedoch von der Fördersumme abziehen. Das hat das Finanzministerium interessierten Gemeinden in einem Newsletter mitgeteilt.

Über die neuen Vorgaben aus Brüssel hatte die Mitteldeutsche Zeitung in ihrer Mittwochausgabe berichtet. Das Finanzministerium betont, derzeit kläre man mit der EU-Kommission die Auslegung dieser Regel. Unklar ist beispielsweise, welcher Zeitraum bei der Berechnung der Energieersparnis gelten soll.

Das Finanzministerium geht davon aus, dass durch das Investitionsprogramm Stark III bis 2020 insgesamt 500 Millionen Euro in marode Gebäude fließen werden. Davon kommen 257 Millionen Euro aus Brüssel, 124 Millionen Euro vom Land und der Rest von den Schul- und Kita-Trägern.