Magdeburg l Ein gut vier Kilometer kurzes Stück hatte noch gefehlt: In Bernburg mussten die Autofahrer die Schnellstraße verlassen und sich ein Stück durch die Stadt quälen. Damit ist nun Schluss. Am Freitag wird die noch fehlende Lücke der Stadtumfahrung geschlossen. Mehr noch: Damit ist die neue Bundesstraße 6 durchgängig zwischen Goslar im Westharz und Köthen im Anhaltischen befahrbar. Bis Bernburg-Nord bietet sie vier Spuren, von dort bis Köthen drei Spuren mit wechselnder Überholmöglichkeit.

66 Millionen Euro wurden für den Lückenschluss ausgegeben, sechs Brücken mussten gebaut werden, eine davon überspannt auf 104 Metern Länge die Saale. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) reist an, um heute in Bernburg persönlich das blaue Band zu durchschneiden.

Abgeschlossen ist das Projekt noch nicht. Die Schnellstraße wird in Richtung Osten verlängert. Voraussichtlich 2018 wird sie die A 9 bei Dessau erreichen. Wie es in Richtung Sachsen weitergeht, ist noch offen. Der Weiterbau ist für den neuen Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Sachsen-Anhalt hat überdies beantragt, den vierspurigen Teil zwischen Harz und A 14 zur Autobahn hochzustufen. Ursprünglich war diese Trasse auch als Autobahn A 36 geplant gewesen. Aus Kostengründen wurde dann aber eine etwas schmaler ausgelegte, vierspurige Bundesstraße gebaut. Allerdings sind viele Autobahnen auch nicht breiter als die neue B 6.

Beendet wird ab heute der Zahlensalat auf der Schnellstraße. Sie wird durchgängig als B 6 ausgeschildert. Zwischen Aschersleben und Köthen hieß sie bislang B 185.

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