Touristische Attraktionen in Sachsen-Anhalt sind zunehmend Ziel von Wohnmobil-Urlaubern. Städte mit Stellplatzangeboten für Kurzzeit-Aufenthalte melden eine steigende Nachfrage. Nachgefragt ist vor allem der Harz. Aber auch eine Kleinstadt wie Tangermünde zeigt, wie mit gutem Service Touristen angelockt werden können.
Magdeburg. Manfred Müller aus Goslar steckt den Stecker seines Kabels in die Dose im Stromkasten am Rand des Wohnmobilparkplatzes von Tangermünde. Er ist gerade angereist. Einen Schlüssel für den Kasten musste er nicht von der Gemeinde holen. "Sehen Sie, der Kasten steht offen. Der Strom ist für alle Wohnmobile auf dem Platz kostenlos", erklärt er. Genauso wie das Frischwasser und die Chemietoiletten-Entsorgung. Für den Parkplatz bezahlen die Wohnmobilisten an einem Automaten in Tangermünde fünf Euro für einen, neun Euro für zwei Tage.

So etwas spricht sich herum. Selbst wochentags stehen derzeit bis zu 40 Wohnmobile auf dem Platz am Rand der Altstadt - nicht nur aus Deutschland, auch aus Schweden, Belgien und den Niederlanden. Vor allem für die Händler und Gastronomen von Tangermünde rechnet sich das. Reinhard und Uschi Flieger aus Hamburg sind mit ihrem Hund Bodo gern in der Altstadt unterwegs, erzählen sie beim gemütlichen Frühstück vor ihrem Wohnmobil. "Wir waren einkaufen, sind abends essen gegangen. Und wir haben Kuhschwanzbier getrunken", erzählen sie. Das Hamburger Paar hat in den vergangenen Jahren Tangermünde häufiger angefahren.
Auch Manfred und Reingard Müller machen schon zum vierten Mal in der Elbestadt Urlaub. "Die Stadt ist sehr schön, der Platz ist preiswert und bietet einen guten Service. Und in der Umgebung fahren wir viel Rad." Diesmal will Ehefrau Reingard bis Havelberg radeln. "Und ich und mein Hund Limbus fahren mit dem Wohnmobil hinterher", erzählt der Goslarer schmunzelnd.
So wie in Tangermünde stehen auch andernorts zunehmend Wohnmobile auf innerstädtischen Stellplätzen, wenn sie von den Kommunen entsprechend vorgehalten werden. Standen am Magdeburger Elbeufer Petriförder vor einigen Jahren noch wenige Wohnmobile eher als exotische Ausnahme, bevölkern nach Auskunft der "Weißen Flotte" inzwischen an den Wochenenden dort bis zu 50 Fahrzeuge in mehreren Reihen das Elbeufer.
Und das, obwohl der Platz kein Wohnmobil-Stellplatz im engeren Sinn ist. Er bietet keinen Ver- und Entsorgungsservice. "Grund ist der mit öffentlichen Fördermitteln finanzierte Ausbau dieses Platzes", erklärt "Weiße Flotte"-Geschäftsführer Peter Fechner. Die mit der Förderung verbundenen Auflagen verhindern derzeit seine gewerbliche Nutzung durch die städtische "Weiße Flotte"-Gesellschaft. Fechner: "Eine Bestandsschutzvereinbarung aus der Zeit vor der Platzsanierung sichert den Wohnmobilen zumindestens das Recht aufs Parken zu."
So dürfen sie für fünf Euro auf dem wohl schönsten städtischen Parkplatz mitten im Zentrum bis zu drei Tage stehen - was sich bundesweit inzwischen über Camping-Internet-Foren herumgesprochen zu haben scheint.
Ortswechsel in den Harz. "Wir registrieren beim Wohnmobil-Tourismus deutliche Zuwächse", sagt Roman Müller, stellvertretender Geschäftsführer der städtischen Wernigerode Tourismus GmbH. "Wir merken das nicht nur an der guten Auslastung der Stellplätze. Auch die Nachfragen solcher Touristen in unseren Infostellen haben spürbar zugenommen." Müller macht einen generellen Trend zum Individualtourismus für den Wohnmobilboom verantwortlich: "Die Touristen wollen selbst entscheiden, wann sie wo unterwegs sind." Selbst auf einen Aufenthalt auf Campingplätzen wollen sich viele Urlauber nicht festlegen - vermutlich auch aus Kostengründen.
Denn auch in Wernigerode sind auf Wohnmobil-Stellflächen - innerorts und am Waldrand - meist nicht mehr als fünf Euro am Tag zu entrichten. Knapp 50 Stellplätze an vier Standorten gibt es in Wernigerode - die nobelsten 16 Komfort-Stellplätze mit Ver- und Entsorgung am "Katzenteich". Müller: "Die Auslastung ist zwar gut. Aber in der Regel finden sich für Wohnmobil-Gäste immer noch Stellplätze in Wernigerode. In der Zeit der Schlossfestspiele könnte es aber auch mal in diesem Bereich eng werden." Vom 30. Juli bis 27. August werden Musikfreunde aus ganz Deutschland in der Harzstadt erwartet - viele auch mit Wohnmobil.Meinung
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Ein sehr gutes Video und eine geniale Idee zu Unterbreitung eines Heiratsantrages im Kreise der ganzen Freunde nebst Familie.
Liebe Redaktion, Man muss gar nicht so weit reisen, um sich dem Geocaching widmen zu können. Auch in Magdeburg sind Schätze versteckt. Für Schüler ab Klasse 5 gibt es zudem noch bis 20.06.2012 die Möglichkeit, an einem etwas anderen Geocaching teilzunehmen: Veranstalter ist die Deutsch-Französische Gesellschaft Magdeburg e.V. (DFG). Die Fragen und Hinweise sind auf der Internetseite der DFG nachzulesen. In Vorbereitung auf die FRANKO.FOLIE! 2012 folgt das Spiel französischen Spuren in Magdeburg. Die Route wird von den Fragen vorgegeben. Ein GPS-Gerät ist nicht erforderlich, denn die Geodaten wurden mit Hilfe des digitalen Stadtplans auf der Internetseite der Stadt ermittelt. Es gilt 6 Schätze zu finden, die allerdings jeweils bei "Schatzhütern" hinterlegt wurden, hier geht es eben doch nicht ganz ohne "Muggel". Aber ein Logbuch und ein Cache gibt es auch. Zusammen mit weiteren Fragen zur Magdeburger Geschichte ist ein Lösungssatz zu finden, der an die DFG eingesendet werden kann. Unter den Teilnehmern werden nach dem 20.06.2012 Gewinner ermittelt und Preise verlost. Alle in Frage kommenden Schulen in Magdeburg und dem näheren Umland wurden zu diesem Spiel eingeladen. Iris Hildebrandt Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft Magdeburg e. V.
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