
Halle (dapd). Der Name der Babyrüstung "IGI" ist abgeleitet vom Schutzpatron der Kinder Virgilius, wie die Jung-Designerin sagt. Sie wollte ihren Sohn beim Radfahren dabei haben, hatte aber nichts gefunden, was ihrem Bedürfnis nach Sicherheit entsprach. Gängige Kindersitze seien nicht geeignet für Babys. Auch die Fahrrad-Kinderanhänger sieht sie kritisch: "Im Anhänger sehe und höre ich mein Kind nicht, es ist weit weg."
In den Fahrrad-Kinderanhängern befinde sich der Kopf des Kindes zudem stets in Höhe der Abgasanlagen der Fahrzeuge, fügt die gebürtige Regensburgerin hinzu. Das sei zwar ein Nachteil der Anhänger, meint auch der Abteilungsleiter für Verkehr beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Bremen, Roland Huhn. Seiner Einschätzung nach bieten die Anhänger derzeit aber den besten Schutz für Babys. Sie seien robust. Im Falle eines Sturzes gebe es, anders als bei der Mitnahme auf dem Rad, nur eine geringe Höhe, aus der die Kinder fielen.

Eine ADFC-Auswertung der Verkehrsstatistik habe ergeben, dass von 2007 bis 2009 bundesweit kein Kind im Alter von wenigen Monaten bis zum Vorschulalter beim Mitfahren auf dem Rad oder in einem Kinder-Fahrradanhänger ums Leben kam. Im gleichen Zeitraum starben den Angaben nach 64 Kinder in Deutschland bei Autounfällen. Unter den Schwerverletzten waren in der Statistik laut Huhn 20 Kinder bis zum Vorschulalter, die bei der Mitnahme auf und am Rad verunglückten. 445 Kinder der gleichen Altersgruppe wurden bei Autounfällen verletzt.
Auch beim Radfahren sei ihr der Körperkontakt zum Kind sehr wichtig, sagt Hosp. In zwölf Wochen habe sie ihr Master-Stück gefertigt. Ihre Erfindung funktioniere zusammen mit Tragetüchern und allen gängigen Tragesystemen für Babys. Der Protektor lasse sich in der Größe verstellen und "wächst mit".
Burg-Professor Dieter Hofmann, der die Abschlussarbeit betreut hatte, nennt die Babyrüstung "extrem innovativ". Sie helfe Müttern mit kleinen Kindern, unabhängiger zu sein. Für Hosps Erfindung sehe er eine "sehr gute Chance", in Produktion zu gehen. Es müssten nur noch Unternehmen auf die Erfindung aufmerksam werden.
Zunächst will Hosp ihren Prototypen im Herbst in Leipzig vorstellen, auf den Designers' Open vom 28. bis 30. Oktober und bei einer Präsentation auf der Grassimesse im gleichen Zeitraum. Zudem ist der Designerpreis, den sie gewonnen hat, mit einem Ankauf der Arbeit für die Sammlung des Grassi Museums für Angewandte Kunst verbunden sowie einer culturtraeger-Postkartenedition mit Druck und Verteilung in Mitteldeutschland.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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