Magdeburg (vs). Sachsen-Anhalts Kinder haben heute deutlich gesündere Zähne als noch vor 15 Jahren. Das Bundesland sei damit nicht mehr Schlusslicht im deutschlandweiten Vergleich, ergab eine Studie im Auftrag der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege. Demnach gibt es bei den Kindern im Land immer weniger Karies.

Bei den Zwölfjährigen sei der Rückgang mit fast 71 Prozent seit Mitte der 1990er Jahre am größten. 1994/95 hatten sie im Durchschnitt 2,6 kariöse, gefüllte oder fehlende Zähne, 2009 hingegen nur noch 0,76, sagte Heidrun Petzold, Vorstandsmitglied der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt. Der Bundesdurchschnitt liege bei 0,72. Doch auch in den anderen Altersklassen habe sich die Situation verbessert, hieß es.

Die positive Entwicklung führen die Zahnärzte in Sachsen-Anhalt unter anderem auf die sogenannte Fissurenversiegelung der Backenzähne, eine verstärkte Verwendung von fluoridiertem Speisesalz und eine gute Vernetzung von Gruppen- und Individualprophylaxe zurück. Trotzdem sei der Anteil kariöser Zähne bei Kindern und Jugendlichen noch immer zu hoch, erklärte Petzold.