Hordorf (vs). Alle zehn Opfer des tragischen Zugunglückes vom Sonnabend bei Hordurch sind identifiziert. Bei den Opfern handelt es sich um vier Mädchen und Frauen im Alter von 12 bis 61 Jahren und sechs Männern im Alter von 33 bis 74 Jahren, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Neun der Opfer stammten aus dem Landkreis Harz, ein Opfer stammt aus Mecklenburg-Vorpommern.

Spezialisten von Landespolizei, Landes- und Bundeskriminalamt hätten die Getöteten zweifelsfrei identifiziert, hieß es weiter. Rechtsmediziner setzten bei ihren Untersuchungen auch auf den Zahnstatus und die DNA der Opfer. In einigen Fällen sei eine Identifizierung der Getöteten durch Hinterbliebene nicht zu verantworten gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes würden keine weiteren Angaben über Opfer oder deren Angehörige gemacht.

Unter den Getöteten befinden sich nach Angaben der privaten Bahngesellschaft Veolia auch der Lokführer und die Zugbegleiterin des Personenzuges.

Für die Opfer des Zugunglücks beginnt am Sonnabend, 5. Februar, um 11 Uhr eine Trauerfeier im Halberstädter Dom. Das vereinbarten Landesregierung, Landtag, die Evangelische Kirche Mitteldeutschland und das Bistum Magdeburg auf Initiative von Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU), wie die Staatskanzlei am Dienstag in Magdeburg mitteilte. Landesbischöfin Ilse Junkermann, Bischof Gerhard Feige und Ministerpräsident Böhmer werden der Opfer gedenken und den Helfern für ihren Einsatz danken.