Magdeburg (dapd). Sieben Menschen sind im vergangenen Herbst und Winter in Sachsen-Anhalt infolge der Grippe gestorben. Dabei habe es sich zumeist um ältere Menschen gehandelt, die alle wegen anderer Krankheiten geschwächt gewesen seien, sagte gestern Holger Paech, Sprecher des Gesundheitsministeriums. Die Grippe-Welle klinge wieder ab.

In der vergangenen Woche seien 295 neue Erkrankungen gemeldet worden. In der Hochzeit von Ende Januar bis Anfang Februar waren nach Angaben von Paech wöchentlich mehr als 350 registrierte Neuerkrankungen verzeichnet worden. Insgesamt wurden in der Grippe-Saison 2010/2011 im Land bisher durch Labortests etwa 2500 Influenza-Fälle nachgewiesen.

Etwa 80 Prozent davon seien Fälle der sogenannten Neuen Grippe (Schweinegrippe) gewesen. Vor allem Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen seien davon betroffen gewesen. Die Erkrankungen seien aber zumeist milde verlaufen.

In der Grippe-Saison 2009/2010 waren 6700 Grippe-Kranke in Sachsen-Anhalt registriert worden, berichtete der Ministeriumssprecher. Dabei habe es sich nahezu ausschließlich um die Schweinegrippe gehandelt. Damals starben neun Menschen im Bundesland infolge einer Grippe-Erkrankung.