Magdeburg (dapd/vs). Die ersten Störche sind aus ihrem Winterquartier zurück in Sachsen-Anhalt. Die Tiere seien über die Westroute aus Spanien gekommen und vor wenigen Tagen eingetroffen, sagte der Geschäftsführer der Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg, Michael Kaatz. Sie seien damit recht früh dran.

Die drei von der Warte mit GPS-Navigationssendern ausgerüsteten Störche Leopold, Louis Henri und Albert von Lotto befänden sich dagegen noch auf dem Rückflug über die Ostroute. Louis Henri, der am 20. Februar in Südafrika aufgebrochen war, durchquert derzeit Mosambik. Albert und Leopold befinden sich laut Kaatz gerade über Ägypten. Beide Tiere hatten am 4. Februar ihre Heimreise angetreten, Albert vom Sudan und Leopold vom Tschad aus. Die Vögel legen den Angaben zufolge 100 bis 200 Kilometer am Tag zurück und werden im April zurück in Sachsen-Anhalt erwartet.

Die GPS-Navigationssender sind an den Rücken der Störche angebracht. Sie übermittelt alle drei Tagen Daten, wie etwa den Aufenthaltsort und die Flughöhe der Tiere. Die letzte Datenübertragung erfolgte am Donnerstag.

Rund 1.500 Weißstörche brechen jedes Jahr im Spätsommer aus Sachsen-Anhalt nach Afrika auf. Im Frühling kommen sie in ihre Horste zurück, um ihren Nachwuchs auszubrüten.