Magdeburg/Halle (dpa). Die Digitalisierung von Literatur hält in den Universitätsbibliotheken im Land zunehmend Einzug. Aus dem bundesweitem Bibliotheken-Ranking geht hervor, dass sich der Ausgabenanteil für elektronische Bestände an der Universitäts- und Landesbibliothek in Halle von 20 Prozent im Jahr 2006 auf 40 Prozent 2010 verdoppelt hat. In der Magdeburger Uni-Bibliothek lag der Wert sogar bei 57 Prozent, das sind 20 Prozentpunkte mehr als 2006.

In den vergangenen fünf Jahren habe es bei den Neukäufen einen Wechsel vom gedruckten Buch weg, hin zu elektronischen Versionen gegeben, sagte ein Sprecher der Magdeburger Uni-Bibliothek. "Von Vorteil ist, dass die Nutzer 24 Stunden, sieben Tage die Woche, Zugriff auf die Texte haben. Sie müssen nicht warten, bis ausgeliehene Bücher zurückgegeben worden sind."

Rund 5,5 Millionen Bücher verteilen sich laut der Universitätsbibliothek in Halle auf deren 20 Zweigstellen. Laut Uni-Bibliotheksdirektor Heiner Schnelling werden die 28 500 Nutzer laut Schnelling auch in Zukunft nicht auf das gedruckte Wort verzichten müssen.

Der Sprecher an der Otto-von-Guericke-Universität sieht es ähnlich: "Es ist immer noch besser, direkt am Buch zu arbeiten. Die Studenten nutzen die elektronischen Exemplare zusätzlich." Die Universität in Magdeburg verzeichnet 920 000 Bibliotheksbesuche im Jahr.