Magdeburg. Die "Gelben Engel" des ADAC haben im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt 100 170 Autofahrern bei Pannen geholfen. Nach durchschnittlich 41 Minuten waren sie vor Ort und starteten Autos, deren Batterien ihren Geist aufgegeben hatten, beseitigten Fehler in den Zündanlagen oder wechselten Reifen. Außerdem wurden die Helfer in Gelb gerufen, wenn es Probleme mit der Wegfahrsperre oder durch Marderbisse gab.

Während in Sachsen-Anhalt erstmals die 100 000er Grenze bei den Pannenhilfen überschritten wurde, registrierte der ADAC bundesweit mit 4,25 Millionen Einsätzen ebenfalls einen neuen Rekord. Mehr als 83 Prozent der Fahrzeuge konnten von den Pannenhelfern ohne Abschleppen wieder flott gemacht werden, sagte gestern Ulrich Krämer vom ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt.

Die "Gelben Engel" sind seit Ende des letzten Jahres durch verschiedene Schulungen nun auch in der Lage, bei allen Fahrzeugen mit sogenannter Hochvolttechnik Pannenhilfe in vollem Umfang zu leisten, sagte ADAC-Fachbereichsleiter Technik, Thomas Steffens. Dabei handelt es sich um Elektro- und Hybridfahrzeuge, die immer häufiger anzutreffen seien. In Magdeburg betreibt der ADAC für diese Fahrzeuge in der KÜS-Prüfstelle Lindow am Neustädter Feld eine Ladestelle für Autostrom. Weitere Strom-Tankstellen sollen folgen. In Sachsen-Anhalt hat der ADAC 450 000 Mitglieder.