Magdeburg. Lobend hat sich gestern Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) über die Wege geäußert, die Sachsen-Anhalt bei der Bekämpfung des drohenden Ärztemangels auf dem Lande geht. Bei einem Besuch in der Chefredaktion, über den die Volksstimme noch berichten wird, nannte er die Stipendienvergabe an Medizinstudenten eine Möglichkeit, die auch in anderen Bundesländern angewendet werden sollte.

In Sachsen-Anhalt stellen die Kassenärztliche Vereinigung, das Gesundheitsministerium und die AOK Studenten monatlich bis zu 700 Euro zur Verfügung, wenn sie dafür nach dem Studium mindestens zwei Jahre als Ärzte in unterversorgten Regionen tätig sind. Mit Filialpraxen, zinsgünstigen Darlehen und Umsatzgarantien für Arztpraxen zeige Sachsen-Anhalt weitere nachahmenswerte Möglichkeiten, so der Minister, wie die ärztliche Versorgung auf dem Land gesichert werden könne.

Optimistisch zeigte sich Rösler über das Abschneiden der FDP bei der Landtagswahl am 20. März. "Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir es schaffen", sagte er. Die FDP liegt gegenwärtig in Umfragen bei vier Prozent.