Halberstadt (bk). Die Mitarbeiter des Senioren-Zentrums "Haus Spiegelsberg" in Halberstadt, dessen Bewohner und deren Angehörige trauern um Alexander Kunze. Der 33-Jährige aus Langenstein im Harzkreis kam am vergangenen Sonnabend bei dem Zugunfall in Hordorf (Bördekreis) ums Leben.

Er saß mit seiner Lebensgefährtin Claudia, seiner Mutter Monika, deren Lebensgefährten Klaus und den beiden Kindern Jennifer und Amalia auf der Rückfahrt von Berlin, als es zu dem Frontalzusammenstoß kam. Nur die zehn Jahre alte Amalia überlebte das schreckliche Unglück schwer verletzt.

"Die Frage nach dem Warum steht nicht", sagt die Leiterin der Senioreneinrichtung, Laila Kruse. "Es liegt nicht in unserer Macht, das Unglück ungeschehen zu machen." Desto wichtiger sei es gewesen, ihm, als er noch lebte, zu sagen und zu zeigen, "wie wichtig er für uns war".

Sie schildert Alex Kunze als "beliebten, engagierten, hilfsbereiten, immer lebensfrohen jungen Mann". Er sei "ein Freund, ein liebenswerter, loyaler Kollege" gewesen. "Er war immer bestrebt, die Wünsche unserer Bewohner zu erfüllen", so Kruse.

Sein Hund "Leo" und er seien ein Team gewesen. "Viele Jahre betreuten sie zumeist nachts liebevoll unsere Bewohner. Mit seinem freundlichen Wesen habe Alexander "Schmerz gelindert". Er sei immer dagewesen, wenn jemand Hilfe brauchte oder sich einsam fühlte: "Alex, wir alle werden dich vermissen, dein verschmitztes Lächeln, deinen Trost. Es gibt keine Worte für das, was wir empfinden."