Magdeburg (wb). Mit den Stimmen von CDU, SPD, FDP und von Abgeordneten der Linken hat sich der Landtag gestern für einen zügigen Bau der Autobahn 14 von Magdeburg nach Schwerin ausgesprochen. Der von den Regierungsfraktionen CDU und SPD eingebrachte Antrag fordert von der Landesregierung, auf dieses Ziel hinzuwirken.

Der Abstimmung vorausgegangen war eine emotionale, teils gar kuriose Debatte. Beispielsweise nannte der Stendaler CDU-Abgeordnete Hardy Peter Güssau als Anlass für den Antrag den jüngsten Vorstoß der Grünen im Bundestag gegen das A-14-Projekt. Güssau: "Wir haben das Recht zu sagen, wie wir uns fühlen."

Der SPD-Abgeordnete Ronald Doege warf Umweltverbänden "wie BUND, Nabu und Co." vor, diese seien "nahezu gegen jedes Verkehrsprojekt im Land".

Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) erklärte einerseits, die Lärmschutzwände an der A 2 bei Helmstedt seien "überzogen", forderte aber im nächsten Satz, die gleichen Maßstäbe für den A-14-Lärmschutz anzulegen.

Linke-Fraktionschef Wulf Gallert schimpfte, CDU und SPD wollten von seiner Fraktion "ein religiöses Glaubensbekenntnis" abfordern – und stimmte mit Ja.

Die Plankosten für die 155 Kilometer lange A-14Nord haben sich bereits vor dem Bau von 600 Millionen Euro auf etwa 1,3 Milliarden Euro verteuert. Vor einem Baustart muss das Bundesverwaltungsgericht über mehrere Klagen dagegen entscheiden.