Glinde. Zahlreiche Besucher pilgerten gestern Nachmittag zur Glinder Lichtmess (Salzlandkreis), wo es 22 Schaubilder mit über hundert Mitwirkenden im Festumzug zu bestaunen gab. Die Szenen nahmen politische wie auch Themen aus dem Klamauk-Bereich aufs Korn. Besonders oft wurden Dinge aufgespießt, die sich mit dem hohen Drängwasserstand im Elbe-Saale-Winkel beschäftigten. Aber auch Dioxinskandal, Castortransport oder verlotterte Bahnhöfe erheiterten das Publikum.

Historisch gesehen ist Lichtmess der Auftakt des neuen Arbeitsjahres, mit Erwachen der Frühlingssonne und dem Höhersteigen des Lichtes. Deswegen wurde zum Abschluss des Festes die Rückseite einer symbolischen Sonne verbrannt, die den Winter verkörpert.

Die Akteure des Festumzuges sind ausschließlich Männer. Am Vortag der Lichtmess sammelten die Vorstände in allen Haushalten des Elbedorfes Bratwürste ein, die gestern Vormittag beim traditionellen "Männerfrühstück" verzehrt wurden.