Magdeburg (dapd). Die SPD wirft Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) vor, Entscheidungen über Standortschließungen absichtlich nicht vor der Landtagswahl im März publik machen zu wollen. Dies steigere die Verunsicherung der Soldaten und lasse außer Acht, wie wichtig die Standorte für die Kommunen seien, sagte der stellvertretende Landeschef Rüdiger Erben gestern in Magdeburg. Es kursierten bereits Streichlisten, der Minister aber wolle sich erst im Sommer äußern.

Die SPD im Land lehne Standortschließungen strikt ab. Schon jetzt liege das Land bei der Stationierungsdichte bundesweit im hinteren Drittel. Zugleich aber stelle das Land einen überproportional hohen Anteil an länger dienenden Soldaten und Zeitsoldaten.

Die Bundeswehr will im Zuge ihrer Strukturreform und der Verringerung der Truppenstärke in den nächsten Jahren zahlreiche Standorte deutschlandweit schließen.