Magdeburg (dapd). Mit mehr als 250 Exponaten will das Magdeburger Kulturhistorische Museum im nächsten Jahr einen Teil der Geschichte des römischen Kaisertums illustrieren.

Die Verhandlungen mit potenziellen Leihgebern für die Ausstellung "Otto Imperator – Kaisertum im ersten Jahrtausend" haben nach Angaben des Direktors Matthias Puhle bereits begonnen. Er rechne damit, dass viele Stücke aus dem Mittelmeerraum erstmals in Magdeburg zu sehen sein werden.

Diese könnten unter anderem aus Rom und Ravenna kommen, sagte Puhle. Auch Objekte, die in den vergangenen Jahren bei archäologischen Grabungen im Magdeburger Dom gefunden wurden, würde man gern zeigen. Deren wissenschaftliche Aufbereitung laufe gegenwärtig. Auf jeden Fall sollten nur originale Goldschmiede- und Steinmetzarbeiten, Textilien oder Schriftstücke aus der Antike und dem frühen Mittelalter in die Exposition kommen.

Mit der dritten Mittelalter-Ausstellung zu Otto dem Großen (912-973) vom 26. August bis zum 2. Dezember 2012 würdige Magdeburg den 1100. Geburtstag des Herrschers und den 1050. Jahrestag seiner Kaiserkrönung, sagte Puhle. Dazu stehe eine Präsentationsfläche von 1200 Quadratmetern zur Verfügung. Gegenwärtig erhalte das Museum einen Anbau, der in die Schau mit einbezogen werden solle. Vier Millionen Euro werden für ihn aufgewendet.

Die Präsentation habe den Rang einer Landesausstellung, erläuterte Projektleiterin Gabriele Köster. Für die Vorbereitung sei ein wissenschaftlicher Beirat mit 20 Mitgliedern aus der gesamten Bundesrepublik gebildet worden.

Im Fokus der Ausstellung stehe die Tradition des römischen Kaisertums.