Von Marco Papritz

Magdeburg. Die Studie "leben in Arbeit" (lidA) ist bundesweit gestartet worden. Die Untersuchung beschäftigt sich mit den Themen Arbeit, Alter und Gesundheit, informiert Enno Swart von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. "Wir untersuchen, was Menschen in der Arbeitswelt gesund hält. Wo liegen Risiken, die aus der Arbeitswelt resultieren? Wo kann man möglicherweise künftig ansetzen, um Risiken zu reduzieren und gesundheitserhaltende Faktoren stärken?"

Bundesweit sollen 6600 Personen im Rahmen einer mehrjährigen Kohortenstudie in Deutschland befragt werden. Im Fokus stehen die Jahrgänge 1959 und 1965. "Die Teilnehmer befinden sich in einem Alter, wo sie gesund sein sollten, sich aber schon einzelne gesundheitliche Einschränkungen bedingt durch verschiedene Belastungen eingestellt haben. Wir erwarten uns hier aussagekräftige Ergebnisse", erklärt Swart. Anhand der verschiedenen Altersgruppen lasse sich analysieren, ob Unterschiede zwischen ihnen entstünden.

Die lidA-Studie wird mit vier Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und ist auf sechs Jahre angelegt. In der Studie werden alle Berufsgruppen der abhängig Beschäftigten erfasst, ohne Beamte und Selbständige. Auch psychosoziale Aspekte der Arbeit, wie etwa Arbeitseinstellungen und Arbeitsmotivation und deren Einfluss auf die Gesundheit oder Krankheit sollen erfasst werden.

Die Langzeitstudie wird vom Institut für Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie der Uni in Magdeburg gemeinsam mit Einrichtungen in Wuppertal, Ulm, Nürnberg und Bonn erhoben.

www.lida-studie.de