Magdeburg. Die Internationale Bauausstellung (IBA) ist von einer Expertenjury mit dem "Barcelona FAD Award" ausgezeichnet worden. Das teilte Sachsen-Anhalts Bauminister Karl-Heinz Daehre (CDU) gestern in Magdeburg mit. Damit konnte sich die IBA gegen 28 Mitbewerber aus der ganzen Welt durchsetzen – da-runter Projekte wie "The High Line Park" (New York, USA) oder "Favela Painting" (Rio de Janeiro, Brasilien). Die Auszeichnung soll am 12. Juli in Barcelona vom FAD-Vorsitzenden Miquel Espinet und Barcelonas Bürgermeister Jordi Hereu überreicht werden.

FAD (Fostering Arts and Design) ist eine traditionsreiche Organisation, die sich für die Förderung der Künste und der Architektur engagiert.

"Die IBA hat sich zu einem Exportschlager entwickelt", sagte Daehre. Als erstes Land habe Sachsen-Anhalt die Probleme des demografischen Wandels, die es auch in anderen Ländern Europas und der Welt gebe, offensiv angepackt und dabei verallgemeinerungsfähige Lösungsansätze entwickelt. Der Minister sprach sich dafür aus, "den begonnenen Prozess unbedingt fortzuführen".

Nach Ansicht des Geschäftsführers der Sachsen-Anhaltischen Landesentwicklungsgesellschaft (SALEG), Rüdiger Schulz, hat die IBA dazu geführt, dass sich die Menschen wieder für die Entwicklung ihrer Stadt interessieren. "Entscheidend für den Erfolg ist es dabei, die Menschen von Beginn an einzubeziehen, ihre Kreativität zu fordern und so bürgerschaftliches Engagement zu fördern", sagte er.

Die SALEG und die Stiftung Bauhaus Dessau waren im Jahr 2002 vom Land Sachsen-Anhalt beauftragt worden, die erstmals ein ganzes Bundesland umfassende Internationale Bauausstellung auszurichten. Die IBA war initiiert worden, um auf die drängenden Fragen von demografischem Wandel und dessen Auswirkungen auf die Städte zukunftsweisende Antworten und innovative Lösungsvorschläge zu finden.

An der IBA von 2002 bis 2010 hatten sich 19 Städte in Sachsen-Anhalt beteiligt. Im Zusammenhang mit der Internationalen Bauausstellung waren im Land rund 207 Millionen Euro investiert worden, davon rund 122 Millionen Euro aus Mitteln des Programms "Stadt- umbau Ost".