Magdeburg (dpa). Am Rande des Castor-Transports sind in Sachsen-Anhalt in der Nacht zum Donnerstag rund ein Dutzend Atomkraftgegner vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. Daneben seien einige Platzverweise ausgesprochen worden, teilte eine Polizeisprecherin gestern mit. Der Transport von Karlsruhe nach Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern sei in Sachsen-Anhalt glimpflich und vergleichsweise störungsfrei verlaufen, bilanzierte der Sprecher des Innenministeriums, Martin Krems.

Die Landespolizei war für die Sicherung des Castor-Transports in zwei Schichten mit zusammen rund 900 Beamten im Einsatz. An den Mahnwachen beteiligten sich laut Polizei nur wenige Dutzend Teilnehmer. So wurden bei einem Protest in Magdeburg 22 Demonstranten gezählt, in Merseburg 35 und in Bitterfeld-Wolfen 10.

Der Zug mit dem hoch radioaktiven Abfall war am Mittwochfrüh an der früheren Wiederaufbereitungsanlage in Karlsruhe gestartet und am Donnerstagmorgen am Zwischenlager Lubmin bei Greifswald angekommen.