Magdeburg. Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die CDU laut einer gestern veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap (Auftraggeber: Mitteldeutscher Rundfunk) ihren Vorsprung vergrößert. Sie liegt unverändert bei 32 Prozent der Wählerstimmen. Zweitstärkste Partei ist nach wie vor die Linke mit 26 Prozent, die aber im Vergleich zur Januar-Umfrage zwei Punkte einbüßt. Die SPD kommt auf 23 Prozent und gewinnt einen Punkt hinzu. Den Grünen könnte der Wiedereinzug in den Landtag gelingen, den sie 1998 verlassen mussten. Sie kommen auf sieben Prozent (minus einen Prozentpunkt). Der FDP droht eine Zitterpartie. Sie liegt bei fünf Prozent (plus einen Prozentpunkt). Die rechtsextreme NPD kommt derzeit auf vier Prozent. Aber: Zehn Prozent der Sachsen-Anhalter können sich vorstellen, die NPD zu wählen.

Bei der Frage nach der Direktwahl des Ministerpräsidenten setzen die Befragten am ehesten auf SPD-Kandidat Jens Bullerjahn. Gäbe es die Direktwahlmöglichkeit, würden sich 27 Prozent für ihn entscheiden. 24 Prozent entfielen auf CDU-Kandidat Reiner Haseloff und weit abgeschlagen mit zehn Prozent auf den Kandidaten der Linken, Wulf Gallert.

Bei der Wahl 2006 hatte die CDU mit 36,2 Prozent klar vor Linkspartei (24,1), SPD (21,4), FDP (6,7) und Grünen (3,6) gelegen. Seitdem regiert eine CDU/SPD-Koalition. Für die Umfrage waren vom 11. bis 15. Februar 1000 wahlberechtigte Sachsen-Anhalter befragt worden.