Magdeburg. Hat das Ergebnis der Hamburg-Wahl Auswirkungen auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 20. März? Diese Frage ist von Politikern aus dem Land unterschiedlich bewertet worden.

CDU-Spitzenkandidat Reiner Haseloff sagte: "Eine Stadtratswahl hat nichts mit einer Wahl in einem Flächenland zu tun. Die Hamburg-Wahl lief klar gegen den Bundestrend. Sie war bestimmt von rein lokalen Themen und Personalien."

Die Union war in Hamburg auf 21,9 Prozent abgestürzt – 2008 waren es noch 42,6 Prozent gewesen.

In Sachsen-Anhalt liegt die CDU nach der jüngsten MDR-Umfrage mit 32 Prozent deutlich vor der Linken (26 Prozent) und der SPD (23 Prozent).

Die Landes-SPD fühlt sich durch das Hamburger Wahlergebnis (48,3 Prozent für die Sozialdemokraten) gestärkt. Spitzenkandidat Jens Bullerjahn gratulierte Olaf Scholz und sprach von einem großartigen Ergebnis. "Das gibt Zuversicht, dass die SPD gute Ergebnisse einfahren kann", sagte der Finanzminister. "Ich nehme das als Ansporn für unseren Wahlkampf. Die SPD ist wieder da. Und die Menschen in Sachsen-Anhalt können sehen, dass es angesagt ist, SPD zu wählen." Im Wahlkampf sei noch einiges drin, so der Sozialdemokrat.

Matthias Höhn, Landeschef der Linken, wertete das Hamburger Wahlergebnis als große Hilfe für die Landtagswahl. Es sei ein wichtiger Schritt, um die ideologischen Debatten innerhalb der Partei hinter sich zu lassen und wieder an Stabilität zu gewinnen", sagte er.

Der Politikwissenschaftler Everhard Holtmann (Halle) sagte MDR info, man solle den "Abstrahleffekt" auf Sachsen-Anhalt nicht überschätzen. "Das Wahlergebnis hat in Sieg wie in Niederlage vor allen Dingen hamburgische Besonderheiten", fügte er hinzu. Meinung I