Halberstadt (dapd/vs). Das bei dem Zugunglück bei Hordorf schwer verletzte zehnjährige Mädchen hat die Intensivstation verlassen. Auch wenn noch Behandlungen notwendig seien, verlaufe die gesundheitliche Entwicklung der Zehnjährigen positiv, sagte der Ärztliche Direktor des Ameos Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klaus Begall. Das Mädchen müsse auf jeden Fall noch einige Wochen im Krankenhaus bleiben.

Das Kind, das bei dem Unglück ihre Mutter, ihre Schwester und weitere Angehörige verloren hat, werde von Seelsorgern und Psychologen betreut. Es habe mittlerweile auch Besuch von Angehörigen und einer Freundin bekommen.

Bei dem Zugunglück in Hordorf am 29. Januar wurden zehn Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Ein Lokführer eines mit Kalk beladenen Güterzuges hatte zwei Signale überfahren und war wenig später auf der eingleisigen Strecke mit einem Personenzug zusammengestoßen.

In der Klinik in Halberstadt wurden laut Begall nach dem Unglück acht Opfer versorgt, wovon fünf stationär aufgenommen werden mussten. Am Donnerstag waren noch drei Menschen im Krankenhaus, keiner mehr auf der Intensvistation. Zudem sollte ein Patient die Klinik voraussichtlich noch am Mittwoch verlassen können.