Magdeburg (wb). Mit seiner Forderung, Sachsen-Anhalts Hochschulen müssten ihre Studiengänge stärker am Bedarf im Land ausrichten und weniger für andere Bundesländer ausbilden, hat sich Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) Kritik der Hochschulen zugezogen.

Der Präsident der Landesrektorenkonferenz, Armin Willingmann, betonte, die Hochschulen des Landes leisteten seit Jahren viel für die Fachkräftesicherung im Land. "Wer beklagt, dass sich Absolventen hiesiger Studiengänge für eine Berufstätigkeit jenseits unserer Landesgrenzen entscheiden, muss die Bedingungen für Beschäftigungsverhältnisse ändern und die Attraktivität des Arbeitsmarkts in Sachsen-Anhalt steigern. Dies ist eine Aufgabe der Politik, auch des Wirtschaftsministers." Willingmann betonte, Sachsen-Anhalt gewinne durch Studierende aus alten Bundesländern: durch Sonderzuweisungen des Bundes und dadurch, dass viele Absolventen im Lande blieben. Zugleich würden viele Landeskinder in anderen Bundesländern freundlich empfangen und ausgebildet.

Willingmann: "Diese akademische Kultur sollte nicht durch Forderungen nach noch engerem Landesbezug einzelner Studiengänge in Frage gestellt werden."