Nun ist es amtlich: Wie die Volksstimme bereits berichtet hatte, wird beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg Peter Fechner (56) neuer Präsident und Dr. Lutz Petermann (47) neuer Vorsitzender des Aufsichtsrates. Darauf einigte sich gestern Abend das Kontrollgremium des Clubs auf einer außerordentlichen Sitzung.

Magdeburg. Fechner, Geschäftsführer der Stadion-Baukonzessionsgesellschaft, der Weißen Flotte Magdeburg und des Flughafens, beerbt Volker Rehboldt, der Mitte November zurückgetreten war, sich aber bereit erklärt hatte, so lange im Amt zu bleiben, bis ein Nachfolger gefunden ist.

Petermann, gebürtiger Magdeburger und seit 2004 Vorsitzender der Geschäftsführung der FAM Magdeburger Förderanlagen und Baumaschinen GmbH, gehörte dem Aufsichtsrat seit 2006 an und steigt nach dem Rücktritt von Rüdiger Koch nun zum "Chef" auf.

Damit ist der FCM endlich wieder handlungsfähig, nachdem es lange ein Macht-Va-kuum gegeben hatte.

"Es ist für mich eine Ehre, diese Aufgabe anvertraut zu bekommen. Ich bin mir der damit verbundenen Verantwortung für die Zukunft dieses Traditionsvereins bewusst und weiß, dass ein schwerer und langer Weg vor allen Verantwortlichen des FCM liegt. Wichtig ist es nun, durch kontinuierliche und pflichtbewusste Arbeit die Voraussetzungen, welche durch das Vorgängerpräsidium über Jahre geschaffen wurden, zu nutzen und damit das Vertrauen der Anhänger, Sponsoren und Entscheidungsträger in der Landeshauptstadt Magdeburg zurückzugewinnen", formulierte Fechner seine Ziele. Die Amtsgeschäfte will er zum 15. April übernehmen und bis dahin sein neues Präsidium bilden.

Petermann erklärte: "Für die zukünftige Entwicklung des Vereins ist eine vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Gremien Aufsichtsrat und Präsidium unabdingbar. Mit diesem Anspruch habe ich den Vorsitz übernommen. Diesbezüglich steht ein breiter Konsens mit allen Mitgliedern des Aufsichtsrates."

Beide treten ihren Job jedoch zu einem schwierigen Zeitpunkt an. Der Traditionsverein befindet sich in einer der schwersten Krisen der Club-Geschichte – sowohl sportlich (die Mannschaft schwebt in akuter Abstiegsgefahr) als auch finanziell, nachdem der rapide Zuschauerrückgang ein großes Loch in die Kasse gerissen hat. Vornehmliche Aufgabe von Fechner wird es nun sein, einen hauptamtlichen Sportdirektor zu finden.