Magdeburg. Knifflige Aufgaben fordern heute und morgen die Teilnehmer des Landes- finales der 50. Mathematik-Olympiade. In der Otto-von-Guericke-Universität in Mag- deburg treten Schüler von der fünften bis zur zwölften Klassenstufe an, um die besten jungen Mathematiker Sachsen-Anhalts zu ermitteln. "Die Schüler werden mit anspruchsvollen Aufgaben konfrontiert, für die es etwas Training braucht. Also so ähnlich wie im Sport", sagte Rainer Biallas, Vorsitzender des Landesfördervereines "Elemente", der die Nachwuchsmathematiker beim Wettbewerb begleitet.

Für die Klassenstufen sechs bis zwölf gilt es, in jeweils vier-einhalb Stunden drei Aufgaben zu lösen. Sie bestehen aus Gleichungen und Ungleichungen, Geometrie und kombinatorischen Aufgaben. "Das sind Aufgaben, bei denen zum Beispiel ermittelt werden soll, wie viele Möglichkeiten es gibt. Außerdem gibt es noch das Gebiet der Zahlentheorie", erklärte Biallas.

In unteren Jahrgängen führe gutes Überlegen zu einem erfolgreichen Abschneiden bei der Nachwuchs-Olympiade, die erstmals in den 1960er Jahren ausgetragen worden war. "Man muss einfach Ideen haben und mit Zahlen gut umgehen können. In oberen Jahrgängen muss man schon spezielle Methoden kennengelernt und ausprobiert haben", so der Mathematik-Lehrer. Er begleitet mit Unterbrechungen den Rechenwettbewerb, seit er als Schüler die sechste Klasse besucht hat. In all den Jahren hätten die Anforderungen an die Teilnehmer der Mathematik-Olympiade ständig zugenommen, meinte Rainer Biallas. "Es ist insgesamt viel schwerer geworden. Aufgaben der damaligen vierten und höchsten Stufe sind für die Schüler heute kein Problem mehr." Daher sei er gespannt, wie sich die Schüler während des Landesfinales der Mathematik-Olympiade schlagen werden.

Die Sieger ab der achten Klassenstufe starten dann beim Bundesfinale in Trier (Rheinland-Pfalz), das vom 8. bis 11. Mai stattfindet. Dort wird Sachsen-Anhalt mit der Höchstzahl von 14 Plätzen starten. "Mit drei anderen Bundesländern sind wir in der Spitzengruppe", so Biallas.