Magdeburg (dpa). Mit Witz und Ironie nehmen Sachsen-Anhalts Narren in der "fünften Jahreszeit" wieder politische und gesellschaftliche Ereignisse auf die Schippe. Der Rosenmontag in einer Woche gilt als Höhepunkt der närrischen Zeit. "Tänze, Gesang, Büttenreden begeistern die Menschen jedes Jahr", sagte Wolfgang Hotze, Präsident des Karneval-Landesverbandes. Landesweit zählen die knapp 190 Karnevalsvereine etwa 17 000 Mitglieder.

Die 1. Köthener Karnevalsgesellschaft reist in diesem Jahr von "KuKaKö" (Kukaff Köthen) nach Afrika. Afrikanische Rhythmen und Kostüme zaubern einen Hauch Exotik auf die Köthener Straßen. 71 Festwagen werden den Rosenmontagsumzug in Köthen gestalten. Es gibt den Guttenberg und die Gorch Fock und natürlich Themen mit Lokalkolorit. In der Innenstadt von Dessau-Roßlau wollen sich etwa 3000 Narren an dem dortigen Umzug beteiligen.

In Magdeburg nehmen die "Ottojaner" unter dem Thema "Jetzt haben wir das Theater" aktuelle Geschehnisse aufs Korn. Das Motto ist vor allem eine Anlehnung an den Veranstaltungsort – das Alte Theater. Im Landesnorden gibt es bei der Osterburger-Carnevals-Gesellschaft unter "Mit Tomahawk und Marterpfahl feiern wir heut Karneval" einen Hauch von Wildwest. Auch in Halle und im Harz locken Karnevalsvereine mit Gesang, Funkenmariechen und Büttenklamauk.