Magdeburg (dapd). Naturfreunde in Sachsen-Anhalt können derzeit wieder die Rückkehr der Kraniche aus ihren Winterquartieren in Frankreich und Spanien beobachten. Das Land liege auf einer der Hauptrouten der Vögel, wie der Naturschutzbund (NABU) Sachsen-Anhhalt gestern mitteilte.

In den kommenden Wochen würden große Schwärme des laut trompetenden "Glücksvogels" am Himmel zu sehen sein, so der NABU weiter. Die ersten Tiere hätten bereits ihre Brutreviere erreicht. Allerdings zögen viele Kraniche in ihren keilförmigen Formationen noch weiter bis nach Skandinavien.

Laut NABU hat sich die Zahl der Kraniche bundesweit in den vergangenen 30 Jahren verzehnfacht. Grund seien die verkürzten Zugwege infolge der Klimaerwärmung sowie der große Bruterfolg.

Wie es weiter hieß, wollen der Landesforstbetrieb (LFB) Sachsen-Anhalt und die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Kranichschutz zukünftig enger kooperieren. Zum besseren Schutz der Tiere digitalisiere der LFB die Daten der LAG Kranichschutz und stelle sie auf entsprechenden Karten dar. Diese Karten sollen zudem um die Daten anderer Großvogelarten erweitert werden. So sollen Interessenskoflikte zwischen dem Schutz der Vögel und der Bewirtschaftung der Regionen vermieden werden.

In Sachsen-Anhalt werden den Angaben zufolge seit mehr als zehn Jahren durch ehrenamtliche Brutrevier- und Rastplatzbetreuer die Kranichdaten erfasst. Seit 1998 habe sich die Zahl der Brutpaare von anfangs 117 mehr als verdoppelt.