Magdeburg (dpa). Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl am 20. März suchen einige Kommunen noch Wahlhelfer. Sie sorgen für den vorschriftsmäßigen Ablauf in den Wahllokalen und zählen am Abend die Stimmen aus. Rund 20 000 Wahlhelfer werden laut Landeswahlleiter Klaus Klang in Sachsen-Anhalt gebraucht. Gesetzliche Vorschriften, bis wann alle gefunden sein müssen, gibt es nicht. Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in mehreren Kommunen ergab, dass die Wahlhelfer zumeist bestellt sind, etwa in Magdeburg, Stendal, Wernigerode und Halle. Gesucht wird noch in Dessau-Roßlau und Zeitz.

"Zur Not werden Mitarbeiter von Behörden verpflichtet", sagte der Landeswahlleiter. "Noch ist aber Zeit." Er beobachte, dass viele Kommunen sich einen festen Stamm an Wahlhelfern aufbauen. Darunter seien inzwischen auch viele junge Menschen. Einen festen Pool an Wahlhelfern gibt es etwa in Wernigerode. 220 Helfer werden dort am 20. März benötigt, wie Stadtsprecher Andreas Meling mitteilte.

In Magdeburg sind nach Angaben der Stadtverwaltung inzwischen 1260 Wahlhelfer berufen. Solche, die schon bei der letzten Wahl mitgemacht haben und sich auch für weitere bereiterklärt haben, wurden wieder angeschrieben. Trotz einer höheren Aufwandsentschädigung von 25 Euro liefen nur schleppend Meldungen ein. Das änderte sich mit der Entscheidung des Stadtrats, am Tag der Landtagswahl auch über den Wiederaufbau der Ulrichskirche abstimmen zu lassen. Die Aufwandsentschädigung stieg auf 40 Euro. Es folgte reger Zuspruch.

Rund 1200 Wahlhelfer sind inzwischen in Halle bestellt. "Viele üben das Ehrenamt schon viele Jahre aus und melden sich immer wieder freiwillig", sagte Halles Sprecherin Ria Steppan. Dieses Mal seien sogar mehr Freiwillige dabei als in den vergangenen Jahren, ihr Anteil sei höher als der der städtischen Mitarbeiter.

In Dessau-Roßlau haben sich laut Stadtsprecher Carsten Sauer mehr als die Hälfte der 450 Wahlhelfer freiwillig gemeldet. Weitere werden angeschrieben oder aus Behörden, Eigenbetrieben, Parteien und Ortschaftsräten rekrutiert. Zwangsverpflichtungen seien noch nicht vorgekommen. Je nach Funktion, ob Wahlvorsteher, Schriftführer oder Beisitzer gibt es zwischen 30 und 21 Euro Entschädigung.

In Stendal etwa erhalten alle 286 Wahlhelfer einheitlich 21 Euro. Nur wenige Bürger melden sich in der Hansestadt freiwillig – wenn, dann aber zu fast jeder Wahl, hieß es aus dem Büro des Oberbürgermeisters. Mitarbeiter der Verwaltung machten aber von sich aus mit.